175 Jahre Peter I. Tschaikowsky

„Nur jene Musik vermag zu rühren, zu erschüttern und zu ergreifen, die aus der Tiefe der durch Inspiration erregten Seele des Künstlers fließt.“ 

- Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Brief an Nadjeshda von Meck, (5./17. März 1878)

Peter I. Tschaikowsky gilt als einer der bedeutendsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Zu den berühmtesten Stücken zählen u.a. Schwanensee 1877 und Der Nussknacker 1892. Seine Opern und Ballette, Sinfonien, Kammermusik und Oratorien gehören heute zum Repertoire fast jeden Kulturbetriebs. 

Er wurde am 7. Mai 1840 im russischen Wotkinsk geboren. Es stellte sich bereits sehr früh heraus, dass er sehr musikalisch war. Diesen Weg hatte man für ihn aber nicht vorgesehen. Zu damaliger Zeit galt der Beruf als unseriös.

Nachdem Tschaikowsky also zunächst bis 1863 als Justizbeamter tätig war, wie man es von ihm wollte, entschied er sich schließlich doch für seinen eigenen Weg und studierte in Petersburg Musik, unter anderem bei Anton Rubinstein. 

1866 bis 1877 nahm er ein Lehramt für Musiktheorie am Moskauer Konservatorium an. Es folgten Dirigententätigkeiten in nahezu allen europäischen Ländern, während derer er häufig im Ausland lebte. 

In jene Zeit fällt auch Tschaikowskys Bekanntschaft mit seiner Mäzenin Nadeschda von Meck, die ihm bis 1890 eine jährliche Pension gewährte und mit der er einen sehr vertraulichen Briefwechsel führte. 

Tschaikowsky gilt als Künstler voller Geheimnisse und Widersprüche, sein Leben war geprägt von einigen Krisen. Er war homosexuell und führte eine unglückliche Ehe. Bis heute wird über die mysteriösen Umstände seines Todes am 6. November 1893 spekuliert. 

1840   Geboren am 7. Mai in Wotkinsk im westlichen Ural 
1850   Besucht ein Internat in St. Petersburg
1859   Erhält Stelle im Justizministerium
1861   Beginnt Harmonielehrestudien
1863   Verlässt das Justizministerium, um sich der Musik zu widmen
1866   Zieht nach Moskau, unterrichtet am Konservatorium; komponiert die  Symphonie Nr. 1
1869   Schreibt die Fantasieouvertüre Romeo und Julia, eines seiner ersten  Meisterwerke 
1876   Vollendet Schwanensee; hört Georges Bizets Oper Carmen in Paris; trifft Liszt in Bayreuth
1877   Heiratet Antonia Miljukowa; Nadeschda von Meck wird seine Mäzenin  Uraufführung Schwanensee am Bolschoi Theater in Moskau am 4.3
1878   Tritt als Lehrer des Moskauer Konservatoriums zurück; lebt einige Zeit in  Florenz 
1880   Schreibt die Ouvertüre 1812 
1881   Die Scheidung von seiner Frau tritt in Kraft 
1883   Besucht Berlin und Paris 
1888   Unternimmt eine Konzertreise durch Europa; begegnet Brahms
1889   Zweite Konzertreise
1890   Ende der Beziehung zu Nadeschda von Meck
1891   Erfolg und Ruhm in den USA
1892   Mitglied der Académie Française 
1893   Stirbt am 6. Nov.
Quellen: Deutsche Tschaikowsky Gesellschaft; Malte Korff: Tschaikowsky – Leben und Werk, 2014

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Hamburg Journal - 10.02.2016 19:30 Uhr Autor/in: Susanne Wilm

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